F.A.S.I. - News

Aktuelle Reise- und Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amtes



Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 17.03.2017

Wegen der aktuellen politischen Lage in Brasilien werden weiterhin - auch unangekündigt - Demonstrationen erwartet, bei denen Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, São Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes.

Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.


Peru: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 16.03.2017

Aufgrund heftiger Regenfälle kommt es zur Zeit zu starken Überschwemmungen vor allem an der Nordküste des Landes und im Gebirge. Gefahr geht vor allem von Erdrutschen und überlaufenden Flüssen aus, wodurch Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt werden. Für die nächsten Tage werden weitere starke Regenfälle erwartet, welche die angespannte Lage noch verschärfen könnten. Zwischenzeitlich hat die Regierung in 34 Distrikten der Provinzen Huarochiri, Cajatambo, Yauyos, Cañete, Huaura und Canta den Ausnahmezustand verhängt, vorerst für einen Zeitraum von 45 Tagen.

Auch die Hauptstadt Lima ist in einzelnen Stadtteilen von Überschwemmungen betroffen, da die Flüsse Huaycoloro und Rimac über die Ufer getreten sind. Die Schulen in Lima wurden vorsorglich für den 16. und 17. März 2017 geschlossen. Auch die Wasserversorgung wird durch die aktuelle Situation beeinträchtigt, vereinzelt kommt es zu Abschaltungen der Trinkwasserversorgung.

Reisende können sich auch über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.peru.travel/iperu.aspx), über die jeweilige Situation vor Ort informieren.

Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der betroffenen Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiter fort. Für Anwohner in der Region wurde ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst. Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa. Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.


Venezuela: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 16.03.2017

Die Regierung Venezuelas hat am 13. Mai 2016 den Ausnahmezustand über das gesamte Land verhängt. Bei politischen Protesten kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Angesichts dieser aktuellen Lageentwicklung und dem fortbestehenden wirtschaftlichen und Versorgungsnotstand im Land wird von nicht dringenden Reisen nach Venezuela abgeraten.

Ausgenommen davon sind die folgenden Touristenziele, sofern sie im Rahmen organisierter Reisen besucht werden: Los Roques, Roraima, Canaima-Nationalpark, Isla Margarita(siehe hierzu gesonderte Hinweise unter landesspezifische Sicherheitshinweise) und das Amacuro-Delta. Dabei ist zu beachten, dass es im ganzen Land noch immer zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom kommt. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt. Dies führt zu Einschränkungen auch im Gesundheits- und Tourismussektor. Die medizinische Versorgungslage in Venezuela verschlechtert sich zunehmend. Die adäquate Behandlung insbesondere von Notfällen – etwa im Zuge von Verkehrsunfällen - ist nicht allerorts und jederzeit gewährleistet. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen



Namibia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 15.03.2017

Die Zahl der Diebstahlsdelikte gegen Ausländer ist sowohl in Windhuk als auch in der Provinz unvermindert hoch. In Einzelfällen kommen bewaffnete Raubüberfälle vor. Spaziergänge sollten möglichst ohne Wertsachen und nicht in der Dunkelheit unternommen werden. In Windhuk ereignen sich Raubüberfälle oft an Sonn- und Feiertagen, wenn die Straßen menschenleer sind. Bei Fahrten im Land wird auch bei kurzzeitigen Zwischenstopps zu erhöhter Vorsicht geraten: Reisende sollten z.B. nur in bewachten Unterkünften übernachten, Fahrzeugtüren auch von innen immer verriegelt halten und Wertsachen auch auf Busreisen im Blick behalten. Im eigenen oder gemieteten Fahrzeug sollten Wertsachen, Hand- oder Aktentaschen auch während der Fahrt nicht sichtbar liegen gelassen werden.

In Namibia gehört Kriminalität in stärkerem Maß zum Alltag als in Deutschland. Es wird daher empfohlen, die nachfolgenden Hinweise zu befolgen:

Grundsätzlich gilt: Besondere Achtsamkeit und Vorsicht ist bei unklaren Situationen geboten, etwa wenn Reisende in der Stadt von mehreren unbekannten Personen umringt werden oder z. B. ein verlassener Kindersitz am Straßenrand auffällt. Es kann sich um Täuschungsmanöver handeln, um einen Überfall zu ermöglichen. Reisende sollten nicht anhalten, sondern die Polizei verständigen (10111).

Immer wieder werden Touristen von der Übernahme ihres Mietwagens am Flughafen an gezielt bis zu ihrer Unterkunft verfolgt und dann direkt bei der Ankunft ausgeraubt. Ebenso ereignen sich häufiger Überfälle auf Personen, die in ihren Fahrzeugen an der Einfahrt zur Unterkunft warten, während sich das Tor öffnet. Reisende sollten sich vergewissern, dass bei diesem Vorgang niemand in der Nähe ist. Wer den Eindruck hat, verfolgt oder beobachtet zu werden, sollte die Polizei verständigen und/oder vorzugsweise die nächste Polizeistation ansteuern.

Ein erhöhtes Überfall-/Diebstahlsrisiko besteht in Taxis, in denen sich außer dem Fahrer bereits andere Personen befinden. Alleinreisende sollten darauf bestehen, dass kein weiterer Fahrgast hinzusteigt.

PKW-Fahrer sollten nicht an unbewirtschafteten, unbewachten oder unübersichtlichen Rastplätzen anhalten, da es dort wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist. Autoeinbrüche kommen jedoch auch auf bewachten Parkplätzen vor.

Hohes Gras und Buschland werden von Kriminellen gezielt als Sichtschutz vor und nach Überfällen genutzt.

Besondere Wachsamkeit ist auch an Geldautomaten geboten. Reisende sollten sich dort keinesfalls helfen oder von Umstehenden ablenken lassen.

Die Zahl der Fälle von Kreditkartenbetrug, bei denen Touristen bevorzugte Opfer sind, nimmt rapide zu. Reisende sollten daher bei Kreditkartenzahlungen möglichst während des gesamten Zahlungsvorgangs die Karte im Auge behalten, in Restaurants nach dem (immer weiter verbreiteten) mobilen Kartenlesegerät fragen oder das Personal zur Kasse begleiten.

Reisende sollten sich am Flughafen nicht überreden lassen, Wertsachen angeblich aus Sicherheitsgründen in das einzucheckende Gepäck statt ins Handgepäck zu geben.

Reisen über Land / Straßenverkehr

In Namibia herrscht Linksverkehr.

Touristen dürfen in Namibia grundsätzlich mit ihrem nationalen Führerschein fahren. Es wird dennoch empfohlen, einen Internationalen Führerschein (der z.B. bei der Führerscheinstelle oder über den Automobil-Club beantragt werden kann) oder eine amtliche englische Übersetzung des deutschen Führerscheins mitzuführen.

Es wird empfohlen, direkt nach Ankunft am Flughafen keine weiten Strecken mit einem Mietwagen zu fahren. Übermüdung, ungewohnte Hitze, Höhenunterschiede und anstrengende Fahrten auf unbefestigten Straßen können gefährliche Erschöpfungszustände verursachen.

Von Überlandfahrten während der Dunkelheit wird abgeraten. Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und Wildwechsel (Lebensgefahr!).

Es muss stets mit gefährlichen Überholmanövern des Gegenverkehrs in uneinsehbaren Kurven oder vor Sicht nehmenden Hügeln gerechnet werden. Taxis führen zur Aufnahme von Passagieren oft überraschende und völlig unberechenbare Fahrmanöver durch (z. B. Vollbremsung vor grüner Ampel).

Besondere Vorsicht wird bei Fahrten auf Schotterpisten empfohlen. Hier kommt es immer wieder – meist ohne Beteiligung anderer Parteien - zu schweren Unfällen, wenn Fahrzeuge infolge überhöhter Geschwindigkeit außer Kontrolle geraten und sich überschlagen.

Zur Vermeidung gefährlicher Situationen wird daher empfohlen, die Fahrgeschwindigkeit an die Straßenverhältnisse anzupassen und nicht zu überholen, wenn eine Staubfahne des vorausfahrenden Wagens die Sicht auf den Gegenverkehr nimmt. Bei Überholmanövern und bei Gegenverkehr ist mit Steinschlag zu rechnen. Reisenden wird zudem empfohlen, Fahrspuren zu halten, da das Wechseln über die daneben befindlichen Schotter-Anhäufungen hinweg zu Schleudergefahr führt. Hindernisse wie Schlaglöcher, Sandverwehungen, große Steine oder Rinnen sind wegen des starken Sonnenlichts oft erst im letzten Augenblick zu erkennen.

Einige von Touristen weniger besuchte Gebiete im Norden Namibias zwischen der Etoscha-Pfanne und der angolanischen bzw. sambischen Grenze können in der Regenzeit, besonders in den Monaten Februar bis April, von berschwemmungen großen Ausmaßes betroffen sein, die entsprechende Auswirkungen auf die Befahrbarkeit der Straßen haben. Vor Reisen in diese Landesteile sollten daher Erkundigungen, z.B. beim namibischen Tourismusbüro, landeskundigen Reiseveranstaltern oder der Deutschen Botschaft in Windhuk, eingeholt werden.

Hinweis zur Besichtigung touristischer Attraktionen im Grenzgebiet zu Angola

Die Grenze zu Angola ist an verschiedenen Stellen gar nicht oder nur durch einen niedrigen Drahtzaun markiert. Wer die Grenze (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die namibische oder angolanische Grenzpolizei, Geldbuße und/oder Haftstrafe rechnen.


Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 14.03.2017

Wegen der aktuellen politischen Lage in Brasilien werden weiterhin - auch unangekündigt - Demonstrationen erwartet, bei denen Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, São Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes.

Aufgrund angekündigter Streiks und Demonstrationen am 15. März 2017 gegen eine geplante Rentenreform kann es zu Beeinträchtigungen des öffentlichen Nahverkehrs einschließlich Zubringerdienste zu den Flughäfen kommen sowie zu blockierten und überfüllten Straßen.

Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.


Bolivien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 14.03.2017

Aufgrund eines bestätigten Gelbfieberfalles in Caranavi (180 km nördlich des Regierungssitzes La Paz, Provinz Nord-Yungas) hat Bolivien seine Ein- und Ausreisebestimmungen verschärft:

Reisende, die älter als zwölf Monate sind, müssen bei Einreise, wenn sie in bolivianische Endemiegebiete reisen wollen, eine Gelbfieberimpfung nachweisen.

Bei Ausreise aus Bolivien müssen alle Personen älter als zwölf Monate eine Gelbfieberimpfung nachweisen, wenn sie in ein Land ausreisen, in dem es ebenfalls Endemiegebiete gibt.

Der am 21. November 2016 wegen der anhaltenden Dürre und Wasserknappheit ausgerufene nationale Notstand gilt fort. Jedoch hat sich die Wasserversorgung inzwischen weitgehend normalisiert.


Island: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 14.03.2017

Island ist Teil der subpolaren Klimazone. Insbesondere bei längeren Aufenthalten in der freien Natur gehen von plötzlichen Wetterumschwüngen und Temperatureinbrüchen erhebliche Gefahren aus, die sehr häufig unterschätzt werden. Islandreisende sollten sich daher auf ihren Aufenthalt gründlich vorbereiten, sich mit den naturräumlichen und klimatischen Bedingungen vertraut machen und geeignete Bekleidung/Ausrüstung mitführen.

Fehlende oder unzureichende Reisevorbereitung kann im Ernstfall zu aufwändigen Suchaktionen führen. Der Einsatz von Suchtrupps, im Bedarfsfall auch mit Helikoptern, verursacht regelmäßig großen finanziellen und personellen Aufwand.

Vor allem Individualreisende werden daher dringend gebeten, sich regelmäßig und verlässlich bei Kontaktpersonen zu melden und Abweichungen von angekündigten Reise- oder Wanderrouten zeitnah auch bei einer gebuchten Unterkunft am nächsten Zielort bekannt zu geben.


Türkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 13.03.2017

Am 16. April 2017 wird in der Türkei ein landesweites Referendum über Verfassungsänderungen stattfinden. Im Zuge des Wahlkampfes muss mit erhöhten politischen Spannungen und Protesten gerechnet werden, die sich auch gegen Deutschland richten können. Hiervon können im Einzelfall auch deutsche Reisende in der Türkei betroffen sein.

Reisenden wird daher empfohlen, sich von politischen Veranstaltungen und grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Am 15. Juli 2016 kam es in der Türkei zu einem gewaltsamen Putschversuch. Die türkische Regierung hat daraufhin in allen 81 Provinzen der Türkei den Notstand nach Art. 119 und 120 der türkischen Verfassung und des Notstandgesetzes von 1983 ausgerufen. Dieser gilt derzeit bis zum 19. April 2017, soll aber auch darüber hinaus verlängert werden.

Hiermit können u. a. Ausgangssperren kurzfristig verhängt, Durchsuchungen vorgenommen und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgeführt werden. Personen, gegen die türkische Behörden strafrechtlich vorgehen (etwa im Nachgang des Putschversuchs oder bei Verdacht auf Verbindungen zur sogenannten Gülen-Bewegung), kann u.a die Ausreise untersagt werden. Die vorgenannten Maßnahmen können sich auch gegen Personen richten, die nicht die türkische Staatsangehörigkeit besitzen.

Seit Anfang Februar 2017 wurde in einzelnen Fällen deutschen Staatsangehörigen an den beiden Istanbuler Flughäfen die Einreise in die Türkei ohne Angabe genauer Gründe verweigert. Die betroffenen Personen mussten nach einer Wartezeit in Gewahrsam von mehreren Stunden ihre Rückreise nach Deutschland antreten.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass unbeachtlich des gesetzlichen Anspruchs deutscher Staatsangehöriger auf konsularischen Rat und Beistand, konsularischer Schutz gegenüber hoheitlichen Maßnahmen der türkischen Regierung und ihrer Behörden nicht in jedem Fall gewährt werden kann, wenn der oder die Betroffene auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt.

In der Türkei ist es, insbesondere seit Mitte 2015, wiederholt zu terroristischen Anschlägen gekommen.

Es ist keinesfalls auszuschließen, dass terroristische Gruppierungen auch weiterhin versuchen werden, Anschläge, insbesondere in den großen Metropolen, durchzuführen. Diese können sich auch gezielt gegen Ausländer richten.

Reisende sollten besonders aufmerksam sein und Menschenansammlungen und Orte, an denen sich regelmäßig viele Ausländer aufhalten, möglichst meiden.

Reisenden wird ferner empfohlen, sich über Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise zur weiteren Lageentwicklung informiert zu halten sowie engen Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie zu halten.

Im Reiseverkehr kann es weiterhin zu Beeinträchtigungen und insbesondere zu verstärkten Sicherheitskontrollen an den Flughäfen kommen.


Dänemark: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 09.03.2017

Seit Anfang Januar 2016 führt Dänemark wieder stichprobenartige Grenzkontrollen an der deutsch-dänische Grenze durch. Dies kann unter Umständen zu Wartezeiten im grenzüberschreitenden Verkehr führen. Deutschen Staatsangehörigen wird bei Reisen nach Dänemark dringend empfohlen, einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit sich zu führen. Autofahrern wird darüber hinaus dringend abgeraten, Anhalter oder andere ihnen unbekannte Personen über die Grenze nach Dänemark mitzunehmen. (siehe auch unter Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige).

Reisenden wird empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.


Neuseeland: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 09.03.2017

Aufgrund des Erdbebens vom 14. November 2016 ist in der Region um Kaikoura die wichtige Nationalstraße SH1 zwischen Managamaunu und Clarence längerfristig gesperrt.


Kenia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 07.03.2017

Terrorismus

In Kenia besteht die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohung der somalischen Al-Shabaab-Terrororganisation mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung der kenianischen Streitkräfte an der AMISOM-Mission in Somalia ist ernst zu nehmen. Mehrere Anschläge und eine Reihe vereitelter Anschläge haben die Entschlossenheit der Terroristen unter Beweis gestellt. Ziele waren zum Beispiel Regierungsgebäude, Hotels, Bars und Restaurants, Einkaufszentren, öffentliche Verkehrsmittel (z. B. Busse, Kleinbusse, Fähren) und Flughäfen. Es wird daher zu Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Von Besuchen des Grenzgebietes zu Somalia im Nordosten Kenias wird dringend abgeraten.

Reisen, die näher als etwa 60 km an die somalische Grenze heranführen, sollten vor dem Hintergrund der kenianischen Beteiligung an militärischen Operationen gegen die Al-Shabaab-Miliz im Süden Somalias sowie angesichts der fortgesetzten Gefahr von Überfällen somalischer Krimineller unbedingt vermieden werden. Dies schließt Kiwayu und Küstenregionen nördlich von Pate Island ein.

Wegen terroristischen Aktivitäten auf dem Festland der Provinz Lamu wird von Aufenthalten in diesem Bereich nachdrücklich abgeraten.

Bei Reisen auf das Lamu-Archipel wird zu besonderer Vorsicht geraten. Die Anreise sollte unbedingt auf dem Luftweg erfolgen.

Bei unvermeidlichen Reisen mit dem Auto in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile Kenias, in die Küstenregion nördlich von Malindi, in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz - vor allem nach Lamu - sollte unbedingt der Schutz in einem bewachten Konvoi gesucht werden.

Kriminalität

Die Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, besteht in allen Landesteilen. Wachsamkeit und ein aufmerksamer Umgang mit Geld, Kreditkarten und Wertgegenständen ist jederzeit geboten. Reisende sollten beim Einsatz von Bankkarten (Zahlung mit Kreditkarte, Abheben am Geldautomat) besonders vorsichtig sein. Nicht ausgeschlossen sind Ausspähungen, die anschließend in sogenannte Express-Entführungen münden, bei denen auch westliche Ausländer über mehrere Stunden hinweg festgehalten werden, um mit ihren Bankkarten hohe Geldbeträge abzuheben.

Vor individuellen Ausflügen sollten Informationen zur Lagebeurteilung und Risikoabwägung bei den Reise- und Hotelleitungen eingeholt werden.

Aufgrund erhöhter Kriminalität wird von Aufenthalten und Besuchen bestimmter Stadtteile Nairobis (Eastleigh, Pangani und Slum-Gebiete) abgeraten.

Die Innenstädte Nairobis und Mombasas sollten nachts generell gemieden werden. Die Altstadt von Mombasa sollte nur mit ortskundigen Personen und am Tage besucht werden. Es besteht die erhöhte Gefahr Opfer eines Raubüberfalles (Fußgänger und Autofahrer) zu werden. Teilweise sind diese verbunden mit der Wegnahme des Fahrzeugs ("Car-Jacking"). Ärmere Wohngegenden, Slums sowie Busbahnhöfe und -haltestellen sollten darüber hinaus möglichst auch bei Tag nicht besucht werden. Auch bei organisierten "Slum-Touren" ist es in der Vergangenheit zu gewalttätigen Übergriffen auf Besuchergruppen gekommen.

Ebenso besteht bei Spaziergängen an Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb der Hotelanlagen eine erhöhte Gefahr, überfallen zu werden. Generell sollte auf das sichtbare Tragen von Wertsachen verzichtet werden. Es wird geraten, selbst kürzeste Entfernungen mit einem Taxi zurückzulegen.

Eine erhöhte Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen, Entführungen oder Stammesauseinandersetzungen zu werden, besteht in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias, in der Küstenregion nördlich von Malindi sowie auf den Straßen in die Nordostprovinz und die nördliche Küstenprovinz.

In Laikipia und angrenzenden Counties mehren sich die Konflikte über Weide- und Landrechte. Dabei kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Übergriffen auf Farmen und Lodges.

Sporadische kriminelle Aktivitäten werden auch im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania in den Regionen Massai Mara, des Natron-Sees, Namanga und des Amboseli-Parks gemeldet.

Individualtouristen, die die Nationalparks ohne Reisegruppenbetreuung besuchen, sollten in Lodges oder auf bewachten Campingplätzen übernachten. Vor allem an der Küste kommt es gelegentlich zu Überfällen auf privat angemietete Bungalows und Ferienhäuser. Bei der Auswahl von Unterkünften sollten Reisende generell auf angemessene Sicherheitsvorkehrungen achten. Dasselbe gilt für den Besuch von Bars, Restaurants und Nachtclubs, insbesondere an der Küste, da es dort vereinzelt zu bewaffneten Überfällen gekommen ist.

Demonstrationen aus politischen oder sozialen Gründen können unvorhersehbar eskalieren und sollten großräumig gemieden werden.

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage wird vom Besuch der Flüchtlingslager Dadaab und Kakuma dringend abgeraten.

Reisen über Land/Straßenverkehr

Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen oder den "Matatus" genannten Kleinbussen sollten vermieden werden. Die Fahrzeuge sind teils nicht in verkehrssicherem Zustand. Schwere Unfälle von Überlandbussen mit Todesopfern aufgrund überhöhter Geschwindigkeit oder Übermüdung der Fahrer sind bedauerlicherweise vergleichsweise häufig. Bei selbst organisierten Fahrten sollte die Route so geplant werden, dass das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird. Nachts besteht, auch in Wohngebieten, die Gefahr bewaffneter Überfälle. Der teilweise schlechte Straßenzustand kann Fahrten erheblich verlängern oder sich als unüberwindliches Hindernis erweisen. Planen Sie daher ihre voraussichtlichen Fahrzeiten und –routen nach aktuellen Informationen durch ortskundige Personen.

Safaris

Regelmäßig kommt es auf Grund des offensiven Fahrstils, Übermüdung oder nur bedingter Geländetauglichkeit der Kleinbusse zu schweren Unfällen lokaler Safariunternehmen. Es wird empfohlen, sich bei der Reise- oder Hotelleitung über die Erfahrungen mit dem jeweiligen Safarianbieter zu informieren und sich bei Reiseantritt zu vergewissern, dass sich die Fahrzeuge in einem verkehrstauglichen Zustand befinden. Darüber hinaus sollte man den Fahrer bei risikoreicher Fahrweise vehement auf einen angemessenen Fahrstil hinweisen.

Luftverkehr

Die Sicherheitskontrollen an den kenianischen internationalen Flughäfen Nairobi „Jomo Kenyatta“ und Mombasa „Daniel Arap Moi“ entsprechen nicht immer internationalen Standards. Vorkommnisse in der Vergangenheit lassen an ihrer Effizienz zweifeln. Die Sicherheitskontrollen am regionalen Flughafen Nairobi-Wilson - Ausgangspunkt zahlreicher "flying safaris" - werden als unzureichend eingeschätzt.

Piraterie auf hoher See

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Auch wenn internationale Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie Erfolge gezeigt haben, besteht die Gefahr, von Piraten angegriffen zu werden, fort.

Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Externer Link, öffnet in neuem FensterMaritime Security Center dringend empfohlen.


Norwegen: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 08.03.2017

Norwegen führt seit März 2016 wieder Personenkontrollen bei der Einreise mit der Fähre sowie an der Grenze bei Weiterreise nach Schweden durch. Reisende müssen daher einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit sich zu führen (siehe auch Abschnitt Einreisebestimmungen).


Großbritannien/ Vereinigtes Königreich: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 06.03.2017

Im Hinblick auf internationalen Terrorismus sowie Terrorgefahren im Zusammenhang mit der Lage in Nordirland („Irish-related terrorism“) haben die britischen Sicherheitsbehörden fünf Warnstufen festgesetzt: (1) Low – attack is unlikely, (2) Moderate – attack is possible but not likely, (3) Substantial – attack is a strong possibility, (4) Severe – attack is highly likely, (5) Critical – attack is expected imminently). Die Warnstufe wird vom Externer Link, öffnet in neuem FensterJoint Terrorism Analysis Centre/Security Service (MI5) festgelegt.

Für Bedrohungslagen wegen internationalem Terrorismus gilt für alle 4 Teile des Vereinigten Königreichs (England, Wales, Schottland, Nordirland) die Stufe 4, Severe. Für Bedrohungslagen wegen Nordirland-bezogenem Terrorismus gilt für England, Wales und Schottland die Stufe 3, Substantial; für Nordirland selbst gilt dagegen die Warnstufe 4, Severe.

Die britischen Behörden rufen dazu auf, gegenüber der Terrorgefahr wachsam zu sein, insbesondere auf verdächtige Taschen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auf andere mögliche Anzeichen terroristischer Handlungen zu achten.

Auskünfte über Sicherheitsvorkehrungen erteilt das Home Office unter der Telefonnummer +44 20 7035 4848 sowie unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterim Internet

Auskunft zur aktuellen Lage in Bezug auf Nordirland wird über eine Rufnummer des Police Service of Northern Ireland (PSNI) +44 845 600 8000 erteilt. Wählen Sie die o.a. Telefonnummern vom Vereinigten Königreich aus an, ist die in Klammern gesetzte internationale Vorwahl durch eine "0" zu ersetzen. Von Irland aus ist die internationale Vorwahl durch"048" zu ersetzen.

Besondere Hinweise für die Britischen Jungferninseln, Montserrat und Anguilla

Die Britischen Jungferninseln, Montserrat und Anguilla liegen in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone der Karibik (Wirbelsturmsaison von Juni bis Ende November).


Mosambik: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 06.03.2017

Die Waffenruhe, auf die sich Regierung und RENAMO zu Beginn diesen Jahres geeinigt hatten, ist um 60 Tage verlängert worden und soll nun bis 4. Mai 2017 gelten. Die Militärkonvois zur Begleitung ziviler Fahrzeuge auf der EN7, zwischen Vanduzi und Catandica (Provinz Manica), sowie auf zwei Teilstücken der EN1, zwischen Save und Caia (Provinz Sofala), bleiben eingestellt.

Reisenden in den Provinzen Manica, Sofala, Tete, Zambezia, Niassa und Nampula, wo es vereinzelt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem bewaffneten Arm der Oppositionspartei RENAMO und Sicherheitskräften des Landes gekommen war, wird empfohlen, die Nachrichten, insbesondere der lokalen Medien, und die Lage vor Ort aufmerksam zu verfolgen. Überlandfahrten sollten weiterhin mit erhöhter Vorsicht durchgeführt werden.


Aserbaidschan: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 06.03.2017

Von Reisen in die Region Bergkarabach sowie in die im Südwesten gelegenen, von armenischen Streitkräften besetzten Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar, sowie in die unmittelbar auf aserbaidschanischer Seite der Waffenstillstandslinie (Kontaktlinie) angrenzenden Gebiete wird dringend abgeraten. Zwar finden derzeit keine akuten Kampfhandlungen an der Kontaktlinie statt. Dennoch muss dort, sowie an der aserbaidschanisch-armenischen Landesgrenze, einschließlich der Grenze zwischen der aserbaidschanischen Autonomen Republik Nachitschewan und Armenien, mit Schusswechseln gerechnet werden.

Die Bundesregierung erkennt die sogenannte „Republik Bergkarabach“ völkerrechtlich nicht an. Reisenden, die sich nach Bergkarabach oder in die umliegenden von armenischen Streitkräften besetzten Gebiete der Republik Aserbaidschan begeben, kann weder durch die Botschaft Eriwan, noch durch die Botschaft Baku konsularische Hilfe oder Beistand gewährt werden. An der Waffenstillstandslinie kommt es immer wieder zu Schusswechseln, außerdem besteht Minengefahr. Die Einreise nach Bergkarabach ohne eine entsprechende aserbaidschanische Erlaubnis stellt nach aserbaidschanischem Recht einen Straftatbestand dar. Reisenden, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sogenannten „Republik Bergkarabach” enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt. Diese Regelung wird grundsätzlich auch angewandt, wenn aserbaidschanische Behörden auf anderen Wegen Kenntnis von Reisen nach Bergkarabach oder in die umliegenden, von armenischen Streitkräften be setzten aserbaidschanischen Gebiete erhalten. Bei Zuwiderhandlungen gegen das Verbot der Einreise nach Bergkarabach drohen ebenfalls außerdem Geld- oder und Haftstrafen, die unter Umständen von den aserbaidschanischen Sicherheitsbehörden auch im Wege von an dritte Staaten gerichteten Auslieferungsersuchen durchgesetzt werden können.


Armenien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 06.03.2017

Anfang April 2016 kam es zu Kampfhandlungen in der Region Bergkarabach. Es wird nach wie vor von Reisen in die Konfliktregion Bergkarabach sowie die im Südwesten gelegenen, armenisch besetzten Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar dringend abgeraten.

Seit Januar 2016 ist in Armenien eine Zunahme der Aktivität der Grippeviren, insbesondere vom Typ H1N1 (sog. Schweinegrippe) zu beobachten. Besonders für Reisende mit chronischen Erkrankungen, ggf. auch für gesunde Personen, kann es sinnvoll sein, den Impfschutz gegen Grippe überprüfen- und auffrischen zu lassen. Der aktuelle Grippeimpfstoff schützt auch gegen H1N1. Darüber hinaus sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten


Philippinen: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 03.03.2017

Angesichts der Sicherheitslage und akuter Entführungsgefahr wird vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete gewarnt:

· Zamboanga Peninsula (Region IX)

· Northern Mindanao (Region X)

· Davao-Region (Region XI), einschließlich der Insel Samal, aber mit Ausnahme von Davao City

· Soccsksargen (Region XII)

· Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan)

· Sulu-See

· Süd-Palawan (südlich von Puerto Princesa)

Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See wird abgeraten.

Terrorismus und Entführungskriminalität

Am 2. September 2016 wurde ein Bombenanschlag auf einen Nachtmarkt in der in Ost-Mindanao gelegenen Stadt Davao verübt. Im Nachgang dieses Anschlags und aufgrund erhöhter Gefahren von terroristischen Anschlägen wurde die philippinische Polizei am 01. Dezember 2016 landesweit bis auf weiteres in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und ein „State of Lawlessness“ ausgerufen. Dies erfolgte im Kontext von Gefechten der philippinischen Armee mit islamistischen Gruppen im Süden des Landes (Mindanao) sowie eines Bombenanschlags in Marawi (Mindanao) und eines vereitelten Bombenanschlags in der Nähe der Botschaft der USA in Manila. Zudem führen kommunistische Rebellen insbesondere in Mindanao erneut Anschläge und Entführungen durch.

Anschläge philippinischer terroristischer Gruppierungen können sich überall im Land ereignen. Erhöhte Gefährdungen bestehen vor allem in den Großstädten des Landes an belebten Orten wie Einkaufszentren und bei Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen (z.B. bei Festivals und Prozessionen). Auf Mindanao und in der Sulu-See ist die Gefahr jedoch besonders hoch.

Unterschiedliche Gruppen von islamistischen Terroristen liefern sich in Mindanao zum Teil schwere Gefechte mit der philippinischen Armee und führen Bombenanschläge und vermehrt Entführungen von Filipinos und gerade auch von Ausländern durch.

Die in der Region operierende islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ist für Entführungen und Ermordungen vor allem auf Mindanao und in der Sulu-See verantwortlich und zielt vermehrt auf ausländische Entführungsopfer. Am 26. Februar 2017 wurde von ihr eine deutsche Geisel ermordet, nachdem sie bereits im letzten November nach einem Überfall in der Sulu-See auf die Segelyacht verschleppt und die Reisegefährtin getötet worden war.

In der Sulu-See kann es auch weiterhin zu Übergriffen auf Segel- und Tauchboote kommen.


Demokratische Republik Kongo (Teilreisewarnung)

Stand 03.03.2017

Infolge des offiziellen Endes der zweiten Amtszeit des Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo am 19. Dezember 2016 ist es in Kinshasa und anderen kongolesischen Städten zu Protesten gekommen, bei denen es auch zu Gewaltanwendung kam.

Regierung und Opposition haben inzwischen zwar eine Vereinbarung über den politischen Übergang getroffen haben, ihre Umsetzung ist bislang jedoch nicht vorangekommen. Es kann weiterhin – auch kurzfristig - zu Protesten kommen, die einen gewaltsamen Verlauf nehmen können. Dabei können weitgehende Störungen des öffentlichen Lebens nicht ausgeschlossen werden. Auch muss mit kurzfristigen, unangekündigten Straßensperrungen gerechnet werden, u.a. auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt.

Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kinshasa wird daher weiterhin derzeit abgeraten. In den anderen Landesteilen wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten.

Deutsche, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Demokratischen Republik Kongo aufhalten, sollten sich gewissenhaft mit der individuellen Krisenvorsorge auseinandersetzen. Es wird außerdem geraten, die lokalen Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen. Menschenansammlungen sollten gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.


Malaysia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 03.03.2017

In Malaysia besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge. Wegen der Verhaftungen von zahlreichen Terrorverdächtigungen in den letzten Monaten und dem Handgranatenwurf auf eine Bar in einem Vorort von Kuala Lumpur Ende Juni 2016 gibt es gegenwärtig verstärkt Hinweise auf das Risiko möglicher weiterer Anschläge auf Vergnügungsstätten in Kuala Lumpur und Penang.

In Folge des Eindringens von philippinischen Rebellen in die östlichen Bezirke des auf Borneo gelegenen Bundesstaats Sabah hat die malaysische Regierung 2013 in dem Gebiet eine Sicherheitszone ("Eastern Sabah Safety Zone (ESSZONE)") eingerichtet. Vor dem Hintergrund der weiterhin instabilen Lage auf den Süd-Philippinen wird die Lage auch in der „ESSZONE“ derzeit als nicht ruhig und nicht stabil eingeschätzt. Diese Zone umfasst die Ortschaften Sandakan, Lahad Datu, Tawau, Kunak und Semporna sowie die vor der Küste gelegenen Inseln einschließlich der Insel Sipadan. In der Sicherheitszone ist mit einem erhöhten Aufkommen von Polizei und Militär zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.

Die malaysische Regierung hat seit August 2014 für Schiffe und Boote im an die ESSZONE angrenzenden territorialen Gewässern ein vorübergehendes nächtliches Fahrverbot „curfew“, Ausgangssperre) von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens verhängt. Es betrifft alle Wasserfahrzeuge, die nicht über eine spezifische Ausnahmegenehmigung der Behörden verfügen. Dieses „curfew“ betrifft ein Gebiet, das sich von der Küstenlinie bis drei Meilen auf offene See erstreckt. Es wurde bereits mehrfach verlängert.

Im November 2013 wurde ein ausländischer Tourist auf der Insel Pom-Pom/Sabah erschossen und seine Frau entführt. Anfang April 2014 wurde erneut eine Touristin aus Semporna entführt. Es folgte Anfang Mai 2014 die Entführung eines chinesischen Geschäftsmannes. Am 12. Juli 2014 wurde die bei Touristen beliebte Insel Mabul von acht bewaffneten Angreifern in Tarnanzügen angegriffen. Bei einem Schusswechsel wurde ein Polizist erschossen, ein weiterer Polizist wurde entführt. Seitdem gab es immer wieder Meldungen zu Entführungen in der Region.

Es gibt Hinweise, dass eine akute Gefährdung der dortigen touristischen Ziele und auch im Umfeld der ESSZONE besteht. Trotz nächtlichen Fahrverbots in den Küstengewässern und deutlich verstärkten Sicherheitsmaßnahmen seit August 2014 bleibt das Risiko von Überfällen und Entführungen insbesondere in Küstennähe und auf den Inseln signifikant.


Gambia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 03.03.2017

In der gesamten Sahelregion besteht seit Jahren eine islamistische terroristische Bedrohung.

Reisende sollten gegenüber verdächtigen Personen oder Gegenständen besondere Vorsicht walten lassen. Ferner wird empfohlen, Stadien und generell größere Menschenansammlungen zu meiden.

Die neue, demokratisch legitimierte Regierung unter Präsident Barrow und die gambische Zivilgesellschaft stehen vor großen Herausforderungen, das Land politisch und wirtschaftlich zu konsolidieren, diese Phase wird noch längere Zeit andauern.

Im Land befindlichen Deutschen wird weiterhin empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste der zuständigen deutschen Botschaft in Dakar, Senegal einzutragen bzw. darin ihre Erreichbarkeit zu überprüfen und ggfs. zu aktualisieren:


Nigeria: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 02.03.2017

Im Bundesstaat Cross Rivers, in der Umgebung der Hauptstadt Calabar, waren auch Ausländer von Entführungsfällen betroffen. In Abuja kommt es aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage zu einem Anstieg der Kriminalität. Reisenden wird zu erhöhter Vorsicht geraten.

Nach Angaben der nigerianischen Behörden wird der Flughafen von Abuja vom 8. März 2017 bis 19. April 2017 geschlossen, um die Landebahn zu reparieren. In dieser Zeit kann der Flughafen Abuja – auch für Ambulanzflüge - nicht angeflogen werden.

Abuja ist während der Schließung nur mit zusätzlichen Inlandsflügen sowie langen Autofahrten erreichbar, z.B. über Lagos (von dort mit nationalen Fluglinien nach Jos oder Kaduna plus jeweils ca. 3 Stunden Autofahrt, alternativ 10-12 Stunden Autofahrt ab Lagos), oder über Kano (von dort nach Abuja ca. 6 Stunden Autofahrt).

Für alle Autofahrten werden ausschließlich Tagfahrten in gepanzerten oder gut gesicherten Wagen empfohlen, siehe “Reisen innerhalb Nigerias“.


Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 01.03.2017

Die indische Regierung hat im November 2016 die bisherigen 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine wurden seitdem sukzessive in Umlauf gebracht. Da es an Geldautomaten und in Wechselstuben noch zu Engpässen kommen kann, wird nachdrücklich empfohlen, eine oder mehrere Kreditkarten mitzuführen.

Seit mehreren Monaten kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und während der Reise laufend über die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Behörden, auch bei Straßensperren, Folge zu leisten.


Schweden: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 01.03.2017


Seit Anfang März 2016 gilt für Schweden eine erhöhte Terrorwarnstufe.

Reisende in Stockholm werden gebeten, sich in der Stadt sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln umsichtig zu bewegen, größere Menschenansammlungen zu meiden und in jedem Fall Weisungen der schwedischen Sicherheitskräfte zu befolgen. Besonders während religiöser Feiertage und auf Großveranstaltungen wie Konzerten oder Festivals sind besondere Aufmerksamkeit und Wachsamkeit geboten.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation hat Schweden vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt. Vor Betreten von Fähren nach Schweden sowie Bussen, Zügen und Fähren von Dänemark nach Schweden ist ein gültiges Reisedokument vorzuweisen (siehe auch Abschnitt „Einreisebestimmungen“). Reisende sollten mit kurzfristig auftretenden Behinderungen im Reiseverkehr und damit verbundenen Wartezeiten rechnen.

Das Auswärtige Amt rät dringend von der Mitnahme unbekannter Personen, die möglicherweise nicht über einen gültigen Ausweis oder Einreisevisum verfügen, ab. Dies könnte als Schleusung strafrechtlich verfolgt werden. Näheres siehe unter Allgemeine Reiseinformationen.


Mauretanien: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 28.02.2017

Von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone wird dringend abgeraten.

Vor Reisen in das Grenzgebiet zu Algerien und Mali wird ausdrücklich gewarnt.

Mit terroristischen Anschlägen - auch gegen Ausländer - muss in Nouakchott und im ganzen Land gerechnet werden. Es besteht ein hohes Entführungsrisiko, insbesondere bei Reisen in der Nacht. Al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI) sucht in Mauretanien wie auch in anderen Ländern der Region gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Dieses Entführungsrisiko besteht vor allem außerhalb der Hauptstadt Nouakchott und bei Reisen in der Nacht.

Entführungsrisiken

Terroristische Gruppierungen, wie AQMI, operieren grenzübergreifend, wie Entführungen europäischer Staatsbürger in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien gezeigt haben.

Terrorismus

Bei Reisen nach Mauretanien bestehen wie in der gesamten Sahel-Region erhebliche Anschlags- und Entführungsrisiken, besonders an Orten, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren und bei Sport- und Kulturveranstaltungen, wie Wüsten-Rallys oder Musikfestivals.

Vergeltungsmaßnahmen, die sich auch gegen ausländische Interessen richten können, sind in der gesamten Region zu befürchten.

Reisen über Land/Straßenverkehr

Die Sicherheitslage wird auch durch grenzüberschreitend operierende Banden erheblich gefährdet. Zwischen diesen Banden und Sicherheitskräften kann es zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen.

Von einer Einreise und Ausreise auf dem Landweg durch die Westsahara wird abgeraten.


Albanien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 28.02.2017

Am 18. Februar 2017 fand im Stadtzentrum von Tirana eine Großdemonstration, ausgerufen von der oppositionellen Demokratischen Partei statt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in den nächsten Wochen zu weiteren Protesten kommt. Daher wird für die gesamte Zeit bis zu den Parlamentswahlen am 18. Juni 2017, den Wahltag eingeschlossen, zu erhöhter Wachsamkeit geraten und empfohlen, Kundgebungen und Demonstrationen fernzubleiben und den Anweisungen der albanischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten.


Philippinen: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 27.02.2017

Angesichts der Sicherheitslage und akuter Entführungsgefahr wird vor Reisen nach Zentral- und Westmindanao inklusive der Zamboanga-Halbinsel, in die Mindanao See, in die Sulu-See inklusive Süd-Palawan und seiner Inseln sowie der südlichen Inselgruppen Cagayan de Tawi-Tawi-Islands, Turtle-Islands und alle Sulu-Islands (Basilan, Jolo, Tawi-Tawi u.a.) zwischen Mindanao und Ost-Malaysien gewarnt.

Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao wird abgeraten.

Am 2. September 2016 wurde ein Bombenanschlag auf einen Nachtmarkt in der in Ost-Mindanao gelegenen Stadt Davao verübt. Im Nachgang dieses Anschlags und aufgrund erhöhter Gefahren von terroristischen Anschlägen wurde die philippinische Polizei am 01. Dezember 2016 landesweit bis auf weiteres in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und ein „State of Lawlessness“ ausgerufen. Dies erfolgte im Kontext von Gefechten der philippinischen Armee mit islamistischen Gruppen im Süden des Landes (Mindanao) sowie eines Bombenanschlags in Marawi (Mindanao) und eines vereitelten Bombenanschlags in der Nähe der Botschaft der USA in Manila. Zudem führen kommunistische Rebellen insbesondere in Mindanao erneut Anschläge und Entführungen durch.



Haiti: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 27.02.2017

Von Reisen nach Haiti wird abgeraten.

Reisenden, die sich bereits in Haiti aufhalten, wird zu besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht geraten. Es wird empfohlen, die lokale Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen, sowie jede Art von Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Den Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.

Deutschen Staatsangehörigen wird nachdrücklich empfohlen, sich unabhängig von Aufenthaltszweck und –dauer in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts - Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de/ - einzutragen und dabei die Dauer des Aufenthaltes anzugeben.

Bei Überlandfahrten ist besondere Vorsicht geboten. Von Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten.

Aufgrund des erneuten Ausbruchs der Cholera nach Hurrikan „Matthew“ sollten Reisende unbedingt den Abschnitt „Medizinische Hinweise“ dieser Reise- und Sicherheitshinweise beachten.

Kriminalität

Das allgemeine Kriminalitätsniveau ist hoch, liegt aber noch unter dem vergleichbarer anderer Staaten der Karibik. Vor allem in den beiden Großstädten Port-au-Prince und Cap-Haitien sind Ausländer bevorzugte Opfer und werden teils gezielt ausgeraubt, z. B. nach der Erledigung von Bankgeschäften oder nach der Einreise am Flughafen. Am Flughafen sollten sich Reisende von einer Person ihres Vertrauens abholen lassen. Daher wird Individualreisenden zu besonderer Vorsicht geraten. Bei einem Überfall sollten sie keine Gegenwehr leisten, um eine Gewalteskalation zu vermeiden.

Haiti hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Tourismussektor wieder zu beleben. Dazu gehören gut organisierte Gruppenreisen, die den sicherheitsrelevanten Gegebenheiten so gut wie möglich Rechnung tragen. Die Teilnehmer werden bereits am Flughafen empfangen und während des gesamten Aufenthalts in Haiti begleitet, teilweise auch von Sicherheitskräften. Reisende, die an einer solchen Gruppenreise teilnehmen, müssen damit rechnen, dass wichtige Ausfallstraßen zu den Hotels an den Stränden des Landes kurzfristig durch gewalttätige Demonstranten blockiert werden und die Reise daher nicht wie geplant stattfinden kann.

Individualreisenden wird von einem Aufenthalt in den folgenden Stadtvierteln der Hauptstadt Port-au-Prince dringend abgeraten: Cité Soleil, Martissant, Carrefour, Bel Air, Cíté Militaire und Jean-Marie Vincent.

Bei der Ein- und Ausreise über die offiziellen Grenzübergänge zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti muss mit stundenlangen Wartezeiten und unangekündigten Schließungen der Grenze sowie mit unangekündigten Demonstrationen auf beiden Seiten der Grenze gerechnet werden. Der illegale Grenzübertritt ist strafbar und lebensgefährlich.

Piraterie

Reisende auf maritimen Beförderungsmitteln sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie entlang der haitianischen Küste sporadisch vorkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen (sichere Ankerplätze vorziehen, Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht).

Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur eingeschränkt funktionsfähig. Sie können grundsätzlich keinen ausreichenden Schutz garantieren oder Hilfe leisten. Die medizinische Notfallversorgung (z. B. Ambulanzdienste, Intensivstationen) ist ebenfalls nicht flächendeckend gewährleistet.


Nicaragua: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 17.02.2017

Alle sechs aktiven Vulkane in Nicaragua zeigen derzeit erhöhte Aktivität (moderate Eruptionen, mehrere kleinere vulkanische Beben, erhöhter Austritt von Schwefeldioxid, Anstieg der Lava im Vulkankessel, etc.). Menschen kamen bisher nicht zu Schaden. Es ist mit weiteren vulkanischen Beben zu rechnen. Daher wird dringend geraten, bei einem Aufenthalt in Nicaragua die Nachrichten zu verfolgen und den Anweisungen der nicaraguanischen Behörden zu folgen.


Mosambik: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 17.02.2017

Regierung und Opposition haben sich auf eine Waffenruhe bis zunächst 4. März.2017 geeinigt. Die Militärkonvois zur Begleitung ziviler Fahrzeuge auf der EN7 zwischen Vanduzi und Catandica (Provinz Manica) sowie auf zwei Teilstücken der EN1 zwischen Save und Caia (Provinz Sofala ) wurden eingestellt.

Reisenden in den Provinzen Manica, Sofala, Tete, Zambezia, Niassa und Nampula, wo es vereinzelt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem bewaffneten Arm der Oppositionspartei RENAMO und Sicherheitskräften des Landes gekommen ist, wird empfohlen, die Nachrichten, insbesondere der lokalen Medien, und die Lage vor Ort aufmerksam zu verfolgen. Überlandfahrten sollten weiterhin mit erhöhter Vorsicht durchgeführt werden.


Albanien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 17.02.2017

Für Samstag, den 18. Februar 2017, hat die oppositionelle Demokratische Partei zu einer Großdemonstration im Stadtzentrum von Tirana aufgerufen, bei denen gewalttätige Auseinandersetzungen nicht auszuschließen sind. Es wird daher empfohlen, an diesem Tag den Bulevardi i Deshmorit te Kombit (zwischen Skenderbegplatz und Mutter-Theresa-Platz) weiträumig zu meiden.

Darüber wird für die gesamte Zeit bis zu den Parlamentswahlen am 18. Juni 2017, den Wahltag eingeschlossen, zu erhöhter Wachsamkeit geraten und empfohlen, Kundgebungen und Demonstrationen fernzubleiben und den Anweisungen der albanischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten.


Pakistan: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 17.02.2017

Am 16. Februar 2017 kam es zu einem schweren Anschlag auf den Lal Shahbaz Qalandar-Schrein in der südpakistanischen Stadt Sehwan, der jede Woche Tausende Gläubige anzieht. Es kam dabei zu zahlreichen Todesopfern und Verletzten.

Zuvor kam es am 13. Februar 2017 in Lahore im Norden des Landes zu einer Bombenexplosion, die ebenfalls Todesopfer forderte.

Es besteht weiterhin landesweit eine erhöhte Gefahr für terroristische Anschläge insbesondere auf Ziele von religiös-symbolischer Bedeutung.

Die pakistanischen Sicherheitskräfte haben ihr Vorgehen gegen terroristische und extremistische Kräfte im Land deutlich verschärft. Insbesondere die Operationen gegen Terroristen und Extremisten in Nord-Wasiristan halten an. Da vor diesem Hintergrund mit Racheanschlägen terroristischer Elemente im ganzen Land zu rechnen ist, sollte bei der Planung von Reisen nach Pakistan Sicherheitsaspekten besondere Beachtung geschenkt werden.


Belgien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 16.02.2017

Am 22. März 2016 kam es am internationalen Flughafen Zaventem in Brüssel zu einem terroristischen Anschlag. Weitere Explosionen ereigneten sich am selben Tag in der U-Bahnstation Maelbeek in der Brüsseler Innenstadt.

Der Flughafen Zaventem ist wieder vollständig in Betrieb. Das durch die Anschläge schwer beschädigte Abflugterminal wurde wieder  hergestellt und am 1. Mai 2016 wieder geöffnet. Brussels Airport empfiehlt seinen Passagieren, mehr Zeit für Sicherheitskontrollen einzuplanen.

Die U-Bahnstation Maelbeek ist wieder in Betrieb.

Folgende Maßnahmen sind möglich:

Stichprobenkontrollen in den U-Bahnstationen und Bahnhöfen

Militärpräsenz an den Bahnhöfen

Polizeipräsenz in den U-Bahnen und auf bestimmten Straßen

Zugangskontrollen an den Flughäfen

Reisende in Brüssel werden gebeten, sich in der Stadt mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte zu befolgen.


Belarus: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 15.02.2017

Am 09. Januar 2017 wurde in Belarus die Einführung einer visafreien Einreise für Staatsangehörige von 80 Ländern, darunter Deutschland, angekündigt. Demnach ist eine visafreie Einreise nach Belarus für die Dauer von bis zu 5 Tagen möglich. Diese Regelung gilt ab dem 12. Februar 2017.

Reisende müssen, um von der visafreien Einreise profitieren zu können, über den internationalen Flughafen Minsk ein- und ausreisen. Zu beachten ist hierbei, dass eine Einreise aus der Russischen Föderation kommend bzw. eine Ausreise in Russische Föderation nicht erlaubt ist.

Reisende müssen über

- einen gültigen Reisepass bzw. Ersatzreiseausweis

- Zahlungsmittel (Auslands- oder Nationalwährung im Gegenwert von mindestens 2 Basiswerten für jeden Tag des Aufenthaltes in Belarus -zurzeit ungefähr 23 Euro) und

- eine in Belarus gültige Police der Reisekrankenversicherung mit der Versicherungssumme von mind. 10000 Euro

verfügen.


Mosambik: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 15.02.2017

Im südlichen Indischen Ozean hat sich der Tropensturm „Dineo“ gebildet, der sich zu einem starken Zyklon entwickeln kann. Er wird voraussichtlich in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar in der Gegend um Inhambane auf die Küste des südlichen Mosambik treffen.

Es muss insbesondere an der Küste mit starken Regenfällen, Überschwemmungen und auch Sturmschäden gerechnet werden.

Reisenden wird empfohlen, die Medien zu verfolgen, sichere Orte aufzusuchen, Bewegungen im Freien zu vermeiden und Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt zu befolgen.

Regierung und Opposition haben sich auf eine Waffenruhe bis zunächst 4. März.2017 geeinigt. Die Militärkonvois zur Begleitung ziviler Fahrzeuge auf der EN7 zwischen Vanduzi und Catandica (Provinz Manica) sowie auf zwei Teilstücken der EN1 zwischen Save und Caia (Provinz Sofala ) wurden eingestellt.

Reisenden in den Provinzen Manica, Sofala, Tete, Zambezia, Niassa und Nampula, wo es vereinzelt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem bewaffneten Arm der Oppositionspartei RENAMO und Sicherheitskräften des Landes gekommen ist, wird empfohlen, die Nachrichten, insbesondere der lokalen Medien, und die Lage vor Ort aufmerksam zu verfolgen. Überlandfahrten sollten weiterhin mit erhöhter Vorsicht durchgeführt werden.


Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 14.02.2017

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu ist es aufgrund aktueller regionalpolitischer Entwicklungen nicht auszuschließen, dass es zu Auseinandersetzungen in Chennai oder anderen Städten des Bundesstaats kommt. Es wird empfohlen, die weiteren Entwicklungen in den Medien aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden.

Die indische Regierung hat im November 2016 die bisherigen 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine wurden seitdem sukzessive in Umlauf gebracht. Da es an Geldautomaten und in Wechselstuben noch zu Engpässen kommen kann, wird nachdrücklich empfohlen, eine oder mehrere Kreditkarten mitzuführen.

Seit mehreren Monaten kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und während der Reise laufend über die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Behörden, auch bei Straßensperren, Folge zu leisten.


Dominikanische Republik: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 14.02.2017

Die Kriminalität in der Dominikanischen Republik ist deutlich höher als in europäischen Ländern. Sowohl in Santo Domingo als auch in den Touristengebieten der Nordküste gibt es in letzter Zeit zudem einen spürbaren Anstieg der Gewaltkriminalität.

Die Kriminalität richtet sich selten ausdrücklich gegen Ausländer, sondern bedroht alle Bevölkerungsgruppen und betrifft damit auch ausländische Touristen und im Land lebende Deutsche. In Touristenzentren sind ausländische Touristen auch gezielt Opfer von Übergriffen geworden. Es ist insbesondere in abgelegeneren, ländlichen Gegenden – dazu gehören auch einsame Strände – erhöhte Vorsicht geboten.

Es ist in der letzten Zeit vermehrt zu bewaffneten Überfällen auf Touristen und im Lande lebenden Deutschen gekommen. Betroffen sind sowohl Fußgänger als auch Autofahrer (z. B. im Stau oder vor einer roten Ampel stehend). Die Überfälle ereignen sich selbst in der Hauptverkehrszeit und an belebten Hauptverkehrsstraßen. Fenster und Türen des Autos sollten während der gesamten Fahrt verriegelt und Wertgegenstände von außen nicht sichtbar sein. Es wird empfohlen, nicht bei Straßenverkäufern aus dem Auto heraus zu kaufen und auf offener Straße keinen Schmuck oder Mobiltelefone zu zeigen. Bei einem Überfall wird dringend dazu geraten, keine Gegenwehr zu leisten und Wertgegenstände widerstandslos auszuhändigen.

Grundsätzlich ist es notwendig, jederzeit aufmerksam das Geschehen auf der Straße zu verfolgen und insbesondere bei größeren Menschenansammlungen (z. B. in Märkten, auf Busbahnhöfen, während Busfahrten, in Tanzlokalen) auf Geldbörsen und Wertsachen zu achten.

Es wird zudem empfohlen, außerhalb der Geschäftszeiten keine größere Menge Bargeld abzuheben und sich beim Abheben nicht beobachten zu lassen.

Abhebungen von Geldautomaten sollten vorwiegend in geschützten Räumen – etwa bei einer Bank innerhalb eines belebten Einkaufszentrums – vorgenommen werden.

Reisende sollten dunkle Straßen und unsichere Wohngegenden meiden und Armenviertel nur in Begleitung Ortskundiger betreten.

Im Grenzgebiet zu Haiti ist es zuletzt zu einer Häufung von bewaffneten Raubüberfällen auf Kraftfahrzeuge gekommen.

Ausflüge sollten nur mit ansässigen renommierten Touristikunternehmen mit Versicherungsschutz durchgeführt werden. Der Versicherungsschutz der Busunternehmer ist im Vergleich zu Deutschland geringer.

Touristen und in der Dominikanischen Republik lebenden Deutschen wird dringend dazu geraten, Wertgegenstände zu Hause zu lassen, Reisepässe und große Mengen Bargeld im Hotelsafe zu hinterlegen und wichtige Dokumente (z. B. Flugschein, Reisepass, Führerschein) nur in Fotokopie mitzuführen. Bei Übergabe von Wertgegenständen an Hotelsafes ist in manchen Fällen die Anfertigung einer detaillierten Übergabeliste mit unterschriftlicher Bestätigung der Hotelleitung zu empfehlen. Die Rechtsverhältnisse im Verlustfall sollten unter Zeugen vor Übergabe geklärt werden.

In öffentlichen Bars, Discos und hotelinternen Clubs sollten Getränke nie aus den Augen gelassen werden, um zu vermeiden, dass narkotisierend wirkende Stoffe („K.-O.-Tropfen“) untergemischt werden. Dominikaner setzen im Konfliktfall teilweise Handfeuerwaffen als Drohmittel ein. Generell sollte daher bei Meinungsverschiedenheiten oder bei Konflikten aggressives Auftreten vermieden werden.


Namibia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 14.02.2017

Die Zahl der Diebstahlsdelikte gegen Touristen ist sowohl in Windhuk, als auch in der Provinz unvermindert hoch; in der Vorweihnachtszeit häufen sich die Übergriffe besonders. In Einzelfällen kommen bewaffnete Raubüberfälle vor. Es wird daher auch bei kurzzeitigen Zwischenstopps zu erhöhter Vorsicht geraten: Reisende sollten z.B. nur in bewachten Unterkünften übernachten, Fahrzeugtüren auch von innen immer verriegelt halten und Wertsachen auch auf Busreisen im Blick behalten. Im eigenen oder gemieteten Fahrzeug sollten Wertsachen, Hand- oder Aktentaschen auch während der Fahrt nicht sichtbar liegen gelassen werden. Spaziergänge sollten möglichst ohne Wertsachen und nicht in der Dunkelheit unternommen werden.

In Namibia gehört Kriminalität in stärkerem Maß zum Alltag als in Deutschland. Es wird daher empfohlen, die nachfolgenden Hinweise zu befolgen:

Grundsätzlich gilt: Besondere Achtsamkeit und Vorsicht ist bei unklaren Situationen geboten, etwa wenn Reisende in der Stadt von mehreren unbekannten Personen umringt werden oder z. B. ein verlassener Kindersitz am Straßenrand auffällt. Es kann sich um Täuschungsmanöver handeln, um einen Überfall zu ermöglichen. Reisende sollten nicht anhalten, sondern die Polizei verständigen (10111).

Immer wieder werden Touristen von der Übernahme ihres Mietwagens am Flughafen an gezielt bis zu ihrer Unterkunft verfolgt und dann direkt bei der Ankunft ausgeraubt. Ebenso ereignen sich häufiger Überfälle auf Personen, die in ihren Fahrzeugen an der Einfahrt zur Unterkunft warten, während sich das Tor öffnet. Reisende sollten sich vergewissern, dass bei diesem Vorgang niemand in der Nähe ist. Wer den Eindruck hat, verfolgt oder beobachtet zu werden, sollte die Polizei verständigen und/oder vorzugsweise die nächste Polizeistation ansteuern.

Ein erhöhtes Überfall-/Diebstahlsrisiko besteht in Taxis, in denen sich außer dem Fahrer bereits andere Personen befinden. Alleinreisende sollten darauf bestehen, dass kein weiterer Fahrgast hinzusteigt.

PKW-Fahrer sollten nicht an unbewirtschafteten, unbewachten oder unübersichtlichen Rastplätzen anhalten, da es dort wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist. Autoeinbrüche kommen jedoch auch auf bewachten Parkplätzen vor.

Hohes Gras und Buschland werden von Kriminellen gezielt als Sichtschutz vor und nach Überfällen genutzt.

Besondere Wachsamkeit ist auch an Geldautomaten geboten. Reisende sollten sich dort keinesfalls helfen oder von Umstehenden ablenken lassen.

Die Zahl der Fälle von Kreditkartenbetrug, bei denen Touristen bevorzugte Opfer sind, nimmt rapide zu. Reisende sollten daher bei Kreditkartenzahlungen möglichst während des gesamten Zahlungsvorgangs die Karte im Auge behalten, in Restaurants nach dem (immer weiter verbreiteten) mobilen Kartenlesegerät fragen oder das Personal zur Kasse begleiten.

Reisende sollten sich am Flughafen nicht überreden lassen, Wertsachen angeblich aus Sicherheitsgründen in das einzucheckende Gepäck statt ins Handgepäck zu geben.


Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 13.02.2017

Wegen der aktuellen politischen Lage in Brasilien werden weiterhin – auch unangekündigt - Demonstrationen erwartet, bei denen Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, São Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.



Chile: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 07.02.2017

 

Nach den verheerenden Waldbränden der vergangenen Wochen wurde zu Wochenbeginn der Katastrophenalarm weitestgehend aufgehoben. In vereinzelten Provinzen besteht weiterhin Katastrophenalarm.

Auf der Website der chilenischen Katastrophenschutzbehörde Onemi finden sich ständig aktualisierte Informationen unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.onemi.cl.

Aufgrund der Brände kann es zu Strom- und Telefonnetzausfällen sowie zu Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen in den betroffenen Gebieten kommen.

Reisenden wird empfohlen, die Entwicklung in den Medien zu verfolgen, betroffene Gebiete zu meiden und den Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt Folge zu leisten.

Die Nationalparks sind inzwischen wieder geöffnet.

 

 

Costa Rica: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 08.02.2017

 

Der östlich der Hauptstadt San José gelegene Vulkan Turrialba war in der letzten Zeit sehr aktiv ; noch immer kommt es zeitweise zu Eruptionen mit Ascheregen.

Dieser geht auch auf die Hauptstadt San José und im Valle Central nieder und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen insbesondere der Atemwege führen.

Auch kann es weiterhin zu Unterbrechungen im Flugverkehr kommen.

Reisende sollten Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern oder Fluglinien halten.

 

 

Haiti: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 08.02.2017

 

Am 7. Februar wurde Jovenel Moise als neuer Staatspräsident vereidigt. Die unterlegenen Parteien haben seinen Wahlsieg nicht anerkannt. Im Zuge dessen kann es in den nächsten Wochen noch zu Protesten und Demonstrationen kommen, die leicht in Gewalt umschlagen können. 

Reisende sollten die lokale Medienberichterstattung aufmerksam verfolgen, sowie jede Art von Menschenansammlungen und Demonstrationen meiden. Den Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.

Am 05.01.2017 wurde der für die Region Grand Anse in den Senat gewählte Guy Philippe verhaftet und an die USA ausgeliefert. In der Folge kam es in einigen Landesteilen (hauptsächlich Départments Grand’Anse, insbesondere dessen Hauptstadt Jérémie und Sud, vereinzelt auch in anderen Landesteilen) zu gewalttätigen Protesten seiner Anhänger, die sich gegen als US-Amerikaner wahrgenommene Ausländer richteten. Derzeit sind diese Proteste abgeflaut, sie können aber je nach Prozessverlauf in den USA wieder rasch aufflammen.

Von Reisen nach Haiti wird derzeit dringend abgeraten.

Reisenden, die sich bereits in Haiti aufhalten,  wird zu besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht geraten. Deutschen Staatsangehörigen wird nachdrücklich empfohlen, sich unabhängig von Aufenthaltszweck und –dauer in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts - Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de/ - einzutragen und dabei die Dauer des Aufenthaltes anzugeben.

Bei Überlandfahrten ist besondere Vorsicht geboten. Von Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten.

Aufgrund des erneuten Ausbruchs der Cholera nach Hurrikan „Matthew“  sollten Reisende unbedingt den Abschnitt „Medizinische Hinweise“ dieser Reise- und Sicherheitshinweise beachten.

 

 

Thailand: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 08.02.2017

 

Am 13. Oktober 2016 ist der thailändische König, Bhumibol Adulyadej, verstorben.

Die angeordnete Trauerperiode dauert ein Jahr. Während dieser Zeit können Einschränkungen des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten die Gefühle und Trauerbekundungen des thailändischen Volkes respektieren; auf angemessene Kleidung in der Öffentlichkeit sollte geachtet werden.

Im August 2016 kam es in Hua Hin, Phuket, Krabi, Trang und Surat Thani sowie weiteren Orten und Provinzen im Süden Thailands zu Bomben- und Brandanschlägen. Dabei gab es Tote und Verletzte. Reisenden in Thailand wird weiterhin empfohlen, besonders wachsam zu sein und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden Folge zu leisten.

Grundsätzlich hat sich, nach dem Militärputsch im Mai 2014, die Sicherheitslage in Thailand stabilisiert. Das öffentliche Leben verläuft weitgehend normal. Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind allerdings, nach wie vor, erheblich eingeschränkt. Es wird daher empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, da gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften nicht auszuschließen sind.

Am Abend des 17. August 2015 kam es in Bangkok, an der auch bei Touristen beliebten Rajaprasong-Kreuzung, nahe des sogenannten Erawan Shrine, zu einem Bombenanschlag, dessen Hintergründe, nach wie vor, nicht vollständig aufgeklärt sind. Es gab zahlreiche Todesopfer und Verletzte. Weitere Anschläge, auch in anderen Urlaubsgebieten, können nicht ausgeschlossen werden. Reisenden wird daher empfohlen, besonders vorsichtig zu sein und auch die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla) wird dringend abgeraten. Es besteht die anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge, auch auf von Ausländern frequentierte Ziele.

Von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, wird dringend abgeraten. Der gesamte Bereich ist weiterhin militärisches Sperrgebiet. Das Urteil des Internationalen Gerichtshofes vom 11. November 2013 zu dem den Tempel umgebenden Gebiet ist von beiden Seiten akzeptiert, bislang aber noch nicht umgesetzt worden.

 

 

Oman: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 08.02.2017

 

Reisende in Oman sollten in der Öffentlichkeit generell zurückhaltend auftreten, in ihrem Verhalten auf die religiösen, politischen, kulturellen und sozialen Traditionen des Landes Rücksicht nehmen und sich von eventuellen Demonstrationen fernhalten.  Wanderwege sowohl im Gebirge als auch in den Wadis sind weitgehend ungesichert. Auch technisch einfache Wanderungen können mitunter durch so steiles Gelände führen,  dass ein unkontrolliertes Stolpern an der falschen Stelle tödlich enden kann.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden.

 

 

USA / Vereinigte Staaten: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 09.02.2017

 

EINREISESTOPP FÜR BÜRGER BESTIMMTER STAATEN IN DIE USA

Ein Präsidialdekret, das Staatsangehörige von Irak, Iran, Syrien, Libyen, Sudan, Somalia und Jemen bis auf weiteres von der Einreise in die USA ausschließt, ist aufgrund eines Gerichtsbeschlusses vorläufig außer Kraft gesetzt, eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Deutsche Staatsangehörige, die zusätzlich eine der vorgenannten Staatsangehörigkeiten besitzen (sogenannte Doppelstaater), sind nach Auskunft der US-Behörden von den umstrittenen Vorschriften nicht betroffen, sofern sie mit gültigem US-Visum im deutschen Pass reisen. Deutsche Doppelstaater ohne gültiges Visum können ein solches bei den zuständigen US-Vertretungen beantragen.

Auch Inhabern einer gültigen Permanent Resident Card („Green Card“) soll unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit die Einreise erlaubt sein.

Bezüglich weiterhin geltender Einschränkungen bei der visumfreien Einreise in die USA (Visa Waiver Programm) im Zusammenhang mit früheren Reisen nach Irak, Iran, Syrien, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige“ hingewiesen.

Es wird empfohlen, die Entwicklung der Einreisebestimmungen in den Medien und in diesen Reise- und Sicherheitshinweisen zu verfolgen. Reisende müssen in jedem Fall derzeit mit verstärkten Kontrollen und Befragungen bei der Einreise rechnen. Ob die Einreise erlaubt wird, steht wie üblich im Ermessen des jeweiligen US-Grenzbeamten.

 

 

Dschibuti: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 10.02.2017

 

Bis auf weiteres wird von nicht unbedingt notwendigen Einzelreisen in entlegene Gebiete Dschibutis abgeraten. Für Ausländer bestehen dort erhöhte Risiken, durch Unfälle oder Raub zu Schaden zu kommen.

Reisende sollten außerhalb von Hotels, Restaurants oder öffentlichen Gebäuden besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Es wird empfohlen, Anweisungen dschibutischer Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten.

 

 

Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 10.02.2017

 

Aufgrund eines seit Tagen andauernden Streiks der Polizei im gesamten Bundesstaat Espirito Santo (ES) kommt es zu Vandalismus, Überfällen und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit inzwischen zahlreichen Todesopfern, vor allem in der Hauptstadt Vitória. Das öffentliche Leben ist weitgehend zum Erliegen gekommen, Geschäfte und Schulen sind geschlossen und auch der öffentliche Nahverkehr wurde größtenteils eingestellt.

Reisenden in Espirito Santo wird empfohlen, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen, belebtere Gegenden derzeit zu meiden und besonders vorsichtig zu sein. Anweisungen von Sicherheitskräften sollte unbedingt Folge geleistet werden.

Wegen der aktuellen politischen Lage in Brasilien werden weiterhin – auch unangekündigt - Demonstrationen erwartet, bei denen Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, São Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.